From the director of „Harvie Krumpet“

22. Oktober 2009

2004 gewann der Australier Adam Eliott für seinen Kurzfilm „Harvie Krumpet“ einen Oscar, weshalb sein erster Spielfilm durchaus mit Spannung erwartet wurde. Mary and Max feierte nun dieses Jahr beim Sundance Filmfestival Premiere und bezirzt seitdem nicht nur die amerikanischen Kritiker. Wie auch schon die Biographie Harvie Krumpets ist Mary and Max ein Knet-Animationsfilm.

The film tells the story of the unlikely pen-pal friendship between Mary, a chubby lonely 8-year-old girl in Melbourne, Australia, and Max, a 44-year-old, severely obese, atheistic, Jewish man with Asperger syndrome who lives in New York. [Quelle: Wikipedia]

Für alle, die sich ein Bild von den Künsten Elliots machen wollen, gibt es hier den neuen Trailer für „Mary and Max“ und den überaus sehenswerten Harvie Krumpet in seiner vollen 22-minütigen Schönheit. „Krumpet“ wird übrigens von keinem geringeren als Geoffrey Rush erzählt. Für seinen Spielfilm konnte Elliot die Stimmen von Toni Collette, Philip Seymour Hoffman und Eric Bana gewinnen.



Kontrapunkt: „Nennen Sie mich Snake!“

16. Oktober 2009

Neben „Halloween“ (1978) und weiteren Horrorfilmen, die er in den 80er Jahren inszenierte, machte John Carpenter in seiner Karriere bisher vor allem mit der Sci-Fi-Action Die Klapperschlange („Escape from New York“) von sich reden. Mit Snake Plissken schuf er die Kultfigur eines einäugigen Einzelkämpfers und verhalf Kurt Russell mit weiteren gemeinsamen Produktionen (u. a. „The Thing“, 1982) zum Durchbruch als Schauspieler.
Im Jahre 1988 explodiert die Verbrechensrate in den USA, wes- wegen beschlossen wird, die Halbinsel von New York in ein Hoch- sicherheitsgefängnis zu verwandeln, welches umgeben ist von Wachtürmen. Sämtliche Zufahrtswege werden kontrolliert, die Häftlinge auf der Insel sich selbst überlassen. Dumm nur, dass 1997 das Flugzeug des US-Präsidenten (Donald Pleasence) entführt und hineingesteuert wird. Doch im letzten Moment kann er, der wichtige Unterlagen zur Kernfusion für eine Konferenz bei sich trägt, in einer Rettungskapsel fliehen und landet mitten in New York. Der ehemalige Elitesoldat und verurteilte Verbrecher Snake Plissken wird beauftragt, ihn zu finden und zurück zu bringen. Ihm injizierte Mini-Sprengsätze machen ihn gefügig. Nachdem er auf dem Luftweg in die Stadt gelangt ist, knüpft er schnell Verbindungen mit dem Taxifahrer Cabbie (Ernest Borgnine), der ihm auf seiner Suche behilflich ist. Auch trifft er einen alten Bekannten (Harry Dean Stanton) wieder, mittlerweile Handlanger von „The Duke“, des inoffiziellen Herrschers von New York.

John Carpenter gelingt es abseits des düsteren Polizeistaat-Szenarios eindrucksvoll, das Bild dieser kriminellen Subkultur zu zeichnen. In der düsteren Zukunft stehen sich dabei die militarisierte Gesellschaft und jene marode der Delinquenten gegenüber, die einen Staat im Staat formen. Die Sets zwischen kalter Technisierung (als Symbol für Fortschritt) auf Seiten des Polizeistaats und dreckiger, kaputter Vorhölle, die von gewaltbereiten Freaks bevölkert werden, zeugen von einem differenzierten und realistisch anmutenden Blick auf die Dystopie. Mitten unter den Schwerverbrecher einer von ihnen: Snake Plissken. Jeder auf der Insel scheint ihn zu kennen und für tot zu halten – warum wird wie seine stets angesprochene Vergangenheit Macguffin-like nie erklärt. Snake ist ein harter Kämpfer mit Schlangen-Tattoo auf dem Bauch und schäbiger Lederjacke, der auf die Zukunft der USA, einem Staat am Abgrund, pfeift. Snake muss sich in handgemachten Actionszenen beweisen, wenn er gegen den besten Kämpfer der kriminellen Subkultur im Ring antreten muss und schließlich auf einer verminten Brücke zusammen mit dem zuvor mit Perücke und Schminke erniedrigten Präsidenten die Flucht antritt – stets verfolgt von „The Duke“ und im Kampf gegen die Zeit. Bis er schließlich allen Autoritäten seine Verachtung entgegen schleudert: Ein Nennen beim Vornamen ist jetzt nicht mehr erwünscht und sie können froh sein, wenn er sie am Leben lässt.

Doch während die Pyrotechniker und Setdesigner in Snakes erstem Auftritt alle Hände voll zu tun hatten, bekamen in der um ein Vielfaches teureren Fortsetzung Flucht aus L.A. („Escape From L.A.“) verstärkt die Special Effects-Designer zu tun. Auch ist die Synthesizer-Musik im Vorspann einer rockigeren Version gewichen. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2013, Los Angeles wurde nach einem furchtbaren Erdbeben zu einem Hochsicherheitstrakt umfunktioniert, der christlich-reaktionäre und auch noch larmoyante US-Präsident auf Lebenszeit vereidigt, ein Krieg steht unmittelbar bevor und Snake wurde mal wieder geschnappt, nachdem er etwas in Cleveland ausgefressen hat. Das Problem diesmal: Die Präsidententochter Utopia (was für ein Name!) hat ein Flugzeug entführt mit einer Black Box an Bord, welche ein System beinhaltet, mittels EMP (wer „The Matrix“ gesehen hat, weiß, wovon ich rede) die elektronischen Systeme der gesamten Welt auszuschalten. Snake wird mit der Tötung von Utopia und der Sicherstellung der Blackbox betraut und mit der unbemerkten Verabreichung eines (angeblichen) Nervengifts gefügig gemacht. Nachdem er unerkannt die Insel erreicht hat mittels eines Trips per Atom-U-Boot mit der effekthascherischsten (und am schlechtesten getricksten) Unterwasser-Sequenz ever, trifft er sofort auf Pipeline (Peter Fonda – wer hat sich eigentlich die peinlichen Rollennamen ausgedacht?), der ihn als Snake erkennt, wohl gesonnen ist und ihm den Weg weißt. Im CGI-L.A. gerät er zunächst an eine Bande von schießwütigen Schergen, die er – gesegnet mit zwei Pistolen im Oberschenkelhalfter – zu einem Duell herausfordert. Hier deutet sich die Western-Motivik an, die Carpenter in „Vampires“ noch stärker herausarbeitete. Dann gerät Snake an eine Horde von brutalen Chirurgen (unter Führung von Oberschnetzler Bruce Campbell in einer ironischen Rolle), die Menschen bei lebendigem Leib Organe entnehmen (was keine Relevanz für die Handlung hat), bevor er zu Cuervo Jones, den wie Ché Guevara aussehenden Chef von L.A., vordringen kann, der ihn prompt in einem Basketball-Match auf Leben und Tod antreten lässt. Snake, den scheinbar wieder alle kennen und für tot halten, gewinnt das natürlich und ihm gelingt es mit Hershe, einem alten Bekannten aus Cleveland, und einem gewagten Flugmanöver mit Drachengleitern wie einer langweiligen Schießerei an die Blackbox zu gelangen.

Kurt Russell passten zwar seine alten Klamotten aus Teil 1 noch, doch wurden diese im Verlauf des Films durch „feuerabweisende“ Kleidung – einen wirklich coolen Ledermantel plus –hose – ersetzt. Er wirkt auch nicht mehr ganz so in Form wie 15 Jahre früher, teilweise gar etwas lahm, was sich insbesondere in der Steifheit offenbart, mit der er in den Actionsequenzen agiert. Und ich meine dabei nicht, dass er auch hier wieder am Bein verletzt wird. Leider krankt „Escape from L.A.“ vor allem an seinen absurden Einfällen (hanebüchener Höhepunkt: der Wellenritt quer durch Los Angeles) und der Überfrachtung mit mäßigen CGI-Effekten, welche allzu deutlich das Ende der realen Sets erkennen lässt. Es ist immer noch cool, wie Raubein Russell den Wertevorstellungen der amerikanischen Gesellschaft, in der mittlerweile Alkohol und das Rauchen verboten sind, ans Bein pinkelt, doch mit Originalität hat das leider nichts mehr zu tun. Dem stilbildenden Klassiker folgte leider nur eine zwar immer noch kultige, aber etwas gehaltlose Fortsetzung, die sich gleichzeitig auch dreist als Remake versteht (was man nicht so richtig akzeptieren will).

Doch nachdem es um Carpenter als Regisseur nach seinem Mars-Zombie-Desaster „Ghosts of Mars“ von 2001 ruhig geworden war, sind für 2010 gleich drei neue Projekte von ihm angekündigt, auf die ich mich freue. Mit „The Ward“, einem Geisterschocker, knüpft er wieder an seine Wurzeln im Horrorgenre an. Mit welchem Ergebnis bleibt indes abzuwarten, ist eine erste Aufnahme vom Set doch eher weniger aussagekräftig.


Sly, Stath und alle, die wir kennen

14. Oktober 2009

Aus Gründen, die für das Fortbestehen der Menschheit unerheblich sind, konnte ich die dreiminütige Promo für Sylvester Stallones The Expendables zwar noch nicht mit Ton sehen. Aber an der Vorfreude auf den Allstar-B-Movie-Action-Reisser ändert das wenig. Am 2. September 2010 werden wir neben Stallone Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Eric Roberts, Mickey Rourke, Bruce Willis und viele andere im Kino bewundern dürfen, sofern die Leinwände dieser Welt im Stande sind, soviel Testosteron ertragen zu können, ohne vor Scham in sich zusammen zu fallen. Die Promo gibt’s unten zu sehen oder aber bei The Playlist und Twitch.

Bis zum Kinostart kann man sich die Zeit ja damit vertreiben, Tipps für den höchstwahrscheinlich depperten deutschen Titel des Films abzugeben.


Up in the Shutter Island

4. Oktober 2009

Wie dem höchst einfallsreichen Titel dieses Posts zu entnehmen ist, geht es an dieser Stelle um zwei Filme, namentlich Up in the Air von Jason Reitman (That Juno Guy) und Shutter Island, neuester B-Movie-Ausflug von Martin Scorsese (so’n Kumpel von Leo).

Reitmans Up in the Air hat nach dem ernsthaften, vom Regisseur selbst geschnittenen, ersten Teaser einen „Mainstream“-Trailer bekommen, der die Kassen klingeln lassen möchte. Nach den Festivals in Telluride und Toronto vom Oscar-Hype erfasst, wird der Film über einen Vielflieger, der durchs Land reist, um Leute zu feuern, allerorten hoch gelobt. Mit der Mischung aus Tragik, Komödie, Wirtschaftskrise und George Clooney hat der Film sicher gute Chancen, auch wenn die Oscar-Saison noch lang ist. Besonders interessant ist allerdings die Frage, ob Clooney, der demnächst auch noch in „The Man Who Stare At Goats“ und „Fantastic Mr. Fox“ zu sehen bzw. zu hören sein wird, mal wieder einen Hit zu Stande bringt und das ohne Beteiligung von Brad Pitt und zahlreichen Casinos.  „Up in the Air“ startet am 4. Februar 2010 in Deutschland.

Martin Scorseses Adaption eines Romans von Dennis Lehane („Gone Baby Gone“) wurde zunächst auch als Oscar-Fodder gehandelt, dann aber vom Studio in den Februar verschoben und somit aus dem Rennen genommen. Der zweite Trailer sieht auch eher nach „Kap der Angst“ als „Die Letzte Versuchung Christi“ aus, was nicht als Kompliment gemeint ist. Andererseits hat Marty schon lange keinen in Gänze überzeugenden Film mehr gedreht („Bringing out the Dead“?) und seine Filme mit Leonardo DiCaprio sind nicht gerade die Krone der kinematographischen Schöpfung. Ab dem 25. Februar werden wir sehen können, ob Scorsese wieder einen ordentlichen Thriller gedreht hat. Mehr sollte man nach Ansicht des neuen Trailers von Shutter Island erstmal nicht erwarten.

(via)


Verbraucherhinweise

18. September 2009

Zunächst einmal ein Hinweis auf zwei neue Kritiken von mir, die nun beim MANIFEST zu lesen sind. Der neue Film von Barbet Schroeder („Mord nach Plan“) schickt Benoît Magimel nach Japan und erscheint in Deutschland unter dem Namen Das Geheimnis der Geisha auf DVD. Die Kritik findet man hier. Für leichtere Unterhaltung sorgte beim diesjährigen Fantasy Filmfest I Sell The Dead. Über die Horrorkomödie im Stile von Hammer-Filmen mit Dominic Monaghan und Ron Perlman habe ich auch etwas geschrieben.

Nun zu den wichtigen Dingen des Lebens: Übermäßig hektische (lies: hysterische) Actionfilme von französischen Regisseuren mit internationalem Cast und John Travolta mit Glatze samt manischem Overacting. Nach dem Überraschungshit „Taken“ (in Deutschland einfallsreich „96 Hours“ genannt) jagt Pierre Morel wiedereinmal Hollywoodstars durch Europa, diesmal eben Travolta und Jonathan Rhys Meyers. Der Red Band-Trailer verdient das Urteil „gut“ eigentlich nicht, aber das Ding ist so lächerlich, dass es schon wieder unterhaltsam ist. From Paris With Love startet im Februar 2010 in Deutschland.



Well done, Colin!

13. September 2009

Gestern hat Colin Firth den Preis für den Besten Darsteller in Venedig gewonnen und damit nach Jahren in der britischen RomCom-Hölle endlich mal eine Auszeichnung von internationalem Rang für sich verbucht. Da dachte man schon, dass Firth sich festgefahren hat in mittelmäßigen Komödien, um auf ewig von seiner Paraderolle als Mr. Darcy verfolgt zu werden. Ausgerechnet das Regiedebüt von Modedesigner Tom Ford hat ihm endlich wieder zu einer Honorierung seiner schauspielerischen Leistung verholfen.

In den Kritiken häufig als beste Leistung seiner Karriere ausgerufen, spielt Firth in A Single Man einen englischen Professor im L.A. der frühen 60er Jahre, der den Tod seines Liebhabers (Matthew Goode aus „Watchmen“) nicht verwinden kann. Einen Tag in seinem Leben schildert der Film, basierend auf dem Roman von Christopher Isherwood. Julianne Moore, die offensichtlich geboren wurde für Filme, welche in den 50ern und 60ern spielen, gibt seine Vertraute.


Serienkiller und Vielflieger

9. September 2009

Eigentlich wollte ich nur etwas Werbung für Red Riding machen, einen dreiteiligen TV-Film von Channel 4, der vor kurzem beim Filmfestival in Telluride für allerhand Wirbel gesorgt hat. Der hochgelobte Krimi-Mehrteiler wird in den USA wahrscheinlich im Kino laufen, doch einen ordentlichen Trailer gibt’s leider noch nicht. Stattdessen kann man sich ein 3-minütiges quasi-Making Of und einen 35 Sekunden langen Teaser der düsteren Literaturverfilmung anschauen. In UK ist bereits die DVD-Box erschienen, allerdings ohne Untertitel. Beim Schauplatz Yorkshire durchaus ein Problem.

Telluride hatte jedoch noch mehr zu bieten, was Hypes betrifft und dazu gehörte u.a. Up In The Air, nach eigenen Aussagen der bisher persönlichste Film von Regisseur Jason Reitman („Juno“). George Clooney spielt einen Vielflieger, dessen Job darin besteht, im ganzen Land Leuten mitzuteilen, dass sie gefeuert werden. Lose basierend auf dem Roman von Walter Kim und mit Clooney in seiner Paraderolle als moralisch fragwürdiger, aber sympathischer Handlanger gewissenloser Konzerne, schallt an der amerikanischen Kritikerfront schon der Oscarbuzz herauf. Sozusagen „Michael Clayton“, nur ohne Shiva und Tilda Swinton.

Der ernsthafte „Hier kommt ein wichtiger Film“- Ton des Trailers hängt wohl damit zusammen, dass Reitman, selbst leidenschaftlicher Bonusmeilensammler, das Ding selbst geschnitten hat. Dennoch sehr ansehnlich, das ganze. Bei YouTube SlashFilm kann man die zwei Minuten ebenfalls einsehen. „Up In The Air“ startet am 4. Februar 2010 in Deutschland.


Mother’s finest

2. September 2009

Vielleicht hat jeder mit „Thirst“ (zu deutsch „Durst“) von Park Chan-wook gerechnet, als es um die Frage ging, welcher Film dieses Jahr für Südkorea ins Oscarrennen geht und wahrscheinlich wird der Vampirstreifen international für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Dass sich die Koreaner (auch an den Kinokassen) stattdessen für ein Drama entschieden haben, in dem eine ältere Witwe die Unschuld ihres geistig behinderten Sohnes in einem Mordfall beweisen will, mag aber einiges über die Qualität von Mother aussagen.

Während „Thirst“ im Wettbewerb lief, wurde Bong Joon-hos aktueller Film ‘nur’ in der Reihe Un Certain Regard in Cannes gezeigt. Am Ende der Kritik zum Film bei Twitch wird dem Regisseur von „Memories of Murder“ und „The Host“ folgendes attestiert: „Can Bong Joon-Ho do no wrong? He probably can. Who knows, maybe one day he even will. But today? Oh mother, today’s not that day. Not by a long shot…

Im Gegensatz zu „Thirst“ hat „Mother“ noch keinen deutschen Starttermin. Aber das war ja eigentlich klar.

(via)


So’n Typ namens James Cameron hat’n neuen Film gedreht.

20. August 2009

Bis gewisse blaue Viecher kommen, sieht’s ganz ordentlich aus. Dann wird’s irgendwie… ridiculous. Sorry James.

Hier geht’s lang.

Bei Apple gibt’s derzeit noch Probleme. kann man den Teaser mittlerweile in der amerikanischen Fassung ansehen.

(via)


Unfälle passieren

15. August 2009

Eine neue Ausgabe in der deprimierenden Reihe „Das Hongkong-Kino ist nicht tot“; heute mit Soi Cheang. Nach dem auch in Deutschland auf DVD erhältlichen „Dog Bite Dog“ (Kritik) und dem strangen „Shamo“ ist der ehemalige Regie-Assistent von Johnnie To zu dessen Produktionsfirma Milkyway Image zurückgekehrt, um Accident zu drehen.

Branchen-Insider finden den Film anscheinend ganz toll und bei den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig (2. bis 12. September) wird er im Wettbewerb antreten. Bei Cheang weiß man nie, was kommt, aber der Trailer sieht, trotz der mangelhaften Bildqualität, äußerst vielversprechend aus. Die statischen Bilder urbaner Nächte gehören ja zum Milkyway-house style. Mal sehen, ob Cheangs pessimistische persönliche Note bei einem Produzenten wie To voll zum Tragen kommt. Mit Richie Ren („Exiled“), Louis Koo („Election“) und Michelle Ye („Vengeance“) ist der Thriller  hochkarätig besetzt.

Ein weiterer Pluspunkt: „Accident“ sieht nicht so aus, als würde er sich, wie andere HK-Filme in letzter Zeit,  der chinesischen Zensur anbiedern.